Seen, Tümpel und Weiher rund um Brüggen

Borner See

Der Borner See, dessen Fläche auf 12,75 ha und einer Tiefe von 1,40 m geschätzt wurde, entstand in der Zeit zwischen dem 16. und 18.Jahrhundert durch den Abbau von Torflagern. Er ist in den 70er Jahren als Hochwasserrückhalte- und Ausgleichsbecken auf eine Fläche von 8,5 ha und einer Tiefe von bis zu 3 m ausgebaggert worden, da er bis Mitte der 20er Jahre gänzlich verlandet war. Hinzu kam der Ausbau des einleitenden Kranenbaches, der durch das Abtragen von Lössanden und Löslehmen zur Verlandung beigetragen hatte. Heute steht der gesamte See mit dem oberhalb liegenden Tantelbruch unter Naturschutz, wobei die eine für den Besucher einsehbare Hälfte von den ASV Schwalmfreunden genutzt wird. Viele Fischarten kommen durch natürliche Ansiedlung vor, andere hingegen wurden nachträglich eingesetzt, von denen die bekanntesten: Aale, Barsche, Brasse (Bresen), Hechte, Karpfen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien, Welse und Zander.

Hariksee

Zwischen Brüggen und Niederkrüchten erstreckt sich der Hariksee mit einer Wasserfläche von rund 20 ha. Er entstand infolge von Verschiebungen der Maasplatte vor ca. 10.000 Jahren. Durch den Nährstoffreichtum stand der Hariksee kurz vor seiner typischen Verlandung durch Pflanzenablagerungen und Schwemmsand. Hingegen zu Borner See, der in den 20er Jahren gänzlich verlandet war, begann man im 17. Jahrhundert systematisch mit dem Austorfen des Bruches. Zum einen wegen dem Torf selbst und zum anderen wurde er als Wasserreservoir für die am nordwestlichen Ausgang des Sees gelegene Mühlrather-Mühle genutzt, die im Jahre 1447 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Heute dient der Hariksee durch seine von Wäldern umsäumte Lage und den Wassersportmöglichkeiten als Naherholungsgebiet für Jung und Alt.

Weitere Informationen können Sie unter www.hariksee.com erhalten.


Venekotensee
Vennekotensee
Der Venekotensee entstand durch den Kiesabbau der Schwalmaue im Bereich der Ortschaft Overhetfeld zwischen 1967 - 1972. Seine Größe beläuft sich auf ca. 114.842 qm. Bei Zeiten erreichte man eine Tiefe von 28m.
Gleichzeitg entstand am südlichen Ufer die sogenannten Venekostensee-Siedlung, die aus ca. 400 Häusern und Wohnungen bestand und als Domiziel für Wochenedn-Urlauber aus den umliegenden Städten gedacht war.

Gerade durch seine Lage inmitten des Naturparks Maas-Schwalm-Nette, wird diese Gegend von Wandernden, Natur- und Sportbegeisteren besucht. Von hier aus bietet sich die Möglichkeit die anliegende größte Wacholderheide des linken Niederrheins besuchen.

In dem nicht nur für Biologen botanisch wie zoologisch bedeutungsvollen Naturerlebnisgebiet wird man auf 3 markierten Rundwegen durch das ca 65 ha große Areal geleitet.

Ausser vielen bewohnten Tümpeln (siehe Bild) findet man Gagelmoore, Bruchwälder sowie viele Weiher und Feuchtbiotope.

Ungefähr in der Mitte des Areals, direkt an der Wachholderheide befindet sich ein stets geöffneter Aussichtsturm, der einen Ausblick über das Naturgebiet erlaubt.

Diverse Baggerlöcher

Direkt neben dem Venekotensee liegt eines von mehreren Baggerlöchern die für den Kiesabbau ausgeschöpft wurden. Die Abbaustellen wurden dafür durch die Schwalm, bzw. des Schwalmkanals mit Wasser aufgefüllt, um mit Hilfe von Schwimmbaggern den Kies an die Oberfläche zu fördern.
War ein Terrain erschöpft, oder unrentabel, so überliess man es wieder der Natur, wodurch sich eine umfangreiche Flora und Fauna bilden konnte.

Diese Gebiete eigenen sich genau so für Exkursionen in die Natur - bei jeder Jahreszeit - wie die fest angelegten Seen mit eventueller Gastronomie.

Gerade Naturbegeisterte wissen diese Rückzugsflächen zu schätzen, da sich hier die Entstehung eines neuen Ökosystems beobachten lässt.